Glubberer69

Virtuelle Exkretion

Das war also 2010

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Krankheitsbedingt etwas verspätet, muss ich mir nun meinen persönlichen Jahresrückblick und  -Ausblick von der Seele schreiben.

Was hat mir also das vergangene Jahr gebracht? Was die nicht so schönen Sachen betrifft, kann ich mich an kein Jahr erinnern, in dem ich so viel Mist in so kurzer Zeit er- und durchleben musste. Aber das ist jetzt immerhin vorbei und ich denke mal an die positiven Dinge zurück.

Fangen wir mal mit meinem „Glubb“ an: Dank einer soliden Rückrunde und zwei überzeugenden Relegationsspielen sind wir weiter erstklassig und so wie die Saison bisher läuft, bin ich ganz zuversichtlich, dass wir mindestens noch ein Jahr dranhängen werden. Mehr dazu gibt es in Kürze auf http://glubberer69.wordpress.com .

Dann habe ich die Lust am Twittern und Bloggen entdeckt. Ursprünglich habe ich das Ganze allein aus der Sicht des Fußballs begonnen, aber Twitter ist derartig vielfältig, dass ich zwar nicht weniger über das Kicken an sich twittere, aber es im Verhältnis zu anderen Dingen inzwischen geringer vertreten ist. Deswegen habe ich auch einen zweiten Blog eingerichtet und alles, was unseren „Ruhmreichen“ betrifft, gibt es dann dort zu lesen, die übrigen Themen bleiben hier.
Am meisten erstaunt hat mich, dass es offenbar Leute gibt, die das auch noch alles lesen. :-)
Für mich ist das Ganze Entspannung, Erheiterung und Teilhaben am Leben Anderer. Auch hätte ich zunächst nicht gedacht, dann doch ein paar der Twitterer persönlich zu treffen.Noch mal mein Dankeschön an diejenigen , mit denen ich ein paar schöne Stunden verbringen durfte!

In Sachen Musik war es ein geniales Jahr. Ich habe einige richtig gute Konzerte sehen dürfen. Allen voran war Muse das absolute Highlight. Wer die Jungs noch nicht gesehen hat, der sollte sich das unbedingt mal gönnen.Überrascht haben mich auch Kasabian und vor allem eine noch unbekannte Band namens Whomadewho.
Mein persönliches Lied des Jahres ist unangefochten Afraid of anyone von The National. Auch live ist die Band nur zu empfehlen, nicht zuletzt wegen des charismatischen Sängers.

Und was soll mir das neue Jahr nun bringen?

Ich will:

  • Endlich wieder ganz gesund werden
  • Wieder aktiv Sport machen
  • Mit meinem Nachbarn die lange versprochene Mario-Kart-Session veranstalten
  • Den Klassenerhalt meines Glubbs feiern
  • Mehr Kurzreisen machen
  • Wieder ein paar Twitterer persönlich treffen
  • Auf viele Konzerte gehen
  • Edles schottisches Heilwasser trinken
  • …und so vieles mehr, das mir spontan einfällt.

Kurz gesagt: Weniger arbeiten und mehr leben!

Danke Euch allen für das Folgen auf Twitter und das Lesen hier. Ich hätte nie gedacht, dass es dann doch so viele interessiert, was ich so von mir gebe und anstelle.

Ein schönes, erfolgreiches und vor allem gesundes Neues!

Musste gerade an Frankreich denken....

Aus welchem Grund auch immer bin ich gerade gedanklich auf Frankreich gekommen und dass mein Schulfranzösisch mehr und mehr verkümmert.
Aber auch damit kommt man nicht unbedingt weit, wie uns Eddie Izzard sehr anschaulich erklärt:

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Von Deppen und Dusel

Der 6.Spieltag ist abgeschlossen, also Zeit mal zu betrachten, wie unser Glubb nun steht. Im Vergleich zur Vorsaison ist es auch der 14.Platz aber mit 6 Punkten ein Punkt mehr als vor einem Jahr. Zieht man nun den Vergleich mit den gespielten Mannschaften, ist das Verhältnis extremer: Da haben wir doch in der zurückliegenden Spielzeit einen ganzen sagenhaften Punkt (1:1 in Frankfurt) geschafft. Alle anderen Spiele gingen verloren, bei einem Torverhältnis von 3:14!

Freilich sind im Gesamtvergleich 6 Punkte nach 6 Spieltagen auch nur das Zeugnis einer Mannschaft, die gegen den Abstieg spielt, aber zum einen wussten wir das vorher, zum anderen sieht das alles schon besser aus als letztes Jahr.

Wie ist diese Leistungssteigerung zu erklären? Waren die Gegner so schwach, hat der Glubb nur Dusel? Weder noch.

Insbesondere auswärts mag das, was der Ruhmreiche anbietet für den neutralen Zuschauer oder die Anhänger der gegnerischen Mannschaft nicht besonders attraktiv sein, aber wir spielen ja nicht gegen die, damit die ihren Spaß haben. Nein, da steht insbesondere in der Defensive eine sehr disziplinierte Nürnberger Mannschaft auf dem Platz, die es versteht die Räume wunderbar eng zu machen und wenige richtig gute Torchancen zuzulassen. (Mal eine eher hypothetische Frage:Wer vermisst Dennis Diekmeier?)

So eine Spielweise erfordert eine hohe Laufbereitschaft, die die Mannschaft über die kompletten 90 Minuten bringt. Auch konditionell scheint sich also einiges getan zu haben.

Ja, Dieter Hecking und sein Trainerstab haben einiges bewegt im letzten halben Jahr. Das ist nicht zu übersehen!

Deshalb finde ich es besonders ärgerlich, wenn sich via Twitter Zeitgenossen äußern, dass die Stuttgarter letzte Woche wohl schlecht waren, nur weil sie gegen Leverkusen zu Hause verlieren und die Leistung unseres Glubbs damit nichts mehr zählt. Oder dieser Experte, der sofort wieder den Spruch vom Depp aus der Schublade gezogen hat, als wir nach 15 Minuten beim HSV immer noch nicht in Führung waren, wo doch gerade Hannover gegen Leverkusen das 1:0 geschossen hat und die uns ja vormachen würden, wie es geht. Übrigens hat Hannover nach einer 2:0 Führung dann doch nur ein Unentschieden geschafft. Wir haben an diesem Spieltag auch Remis gespielt, aber nach Rückstand und auswärts. Wer ist nun der Depp? Ich kann dieses Deppengeschwafel nicht mehr hören!

Um auf Stuttgart zurück zu kommen: Natürlich sind die Schwaben zur Zeit auch nicht gerade auf dem Olymp ihres Schaffens, aber deswegen ist das noch lange keine Thekenmannschaft! Um die 5 Punkte, die wir gegen den VfB, HSV und Leverkusen geholt haben werden uns diese Saison noch einige Mannschaften beneiden. Vor allem um die Art und Weise!

Einige werden wieder sagen, dass wir ja nur Dusel hatten, besonders bei manchen Schiedsrichterentscheidungen.

Kann man so sehen: In Hamburg gab es zwei strittige Elfmeterentscheidungen, beide in unserem Sinne: Die erste Aktion von Judt war kein Strafstoß, aber das muss ein Schiedsrichter erst mal sehen. Das war mehr als haarscharf. Da hätte ich keinem Unparteiischen einen Vorwurf gemacht, wenn er den gepfiffen hätte, weil es eben so schwer zu erkennen war. Der Elfer für uns, den kann man geben, muss man aber nicht. Gegen Stuttgart kommen sich der Pino und der Cacau nahe, Helmut fällt um und bleibt liegen. Tätlichkeit? Sauber hat es nicht ausgesehen, so umfallen muss man aber auch nicht. Der ARD-Kommentator Othmer hat eine ganz klare Tätlichkeit wahrgenommen, der DFB andererseits hält es nicht mal für nötig zu ermitteln. Möge jeder für sich selber entscheiden.

Bevorzugung durch den Schiri? Glück? Dusel?

In beiden Spielen gab es auch Situationen, die zu Gunsten der Gegner gepfiffen wurden, also werfe ich gleich mal drei Euro ins Phrasenschwein: „Das gleicht sich alles aus!“

Wenn man nun auch die Pfosten- und Lattentreffer mitrechnet, dann haben wir mehr Pech als Glück gehabt. Sehr interessant zum Thema Glück im Fußball ist auch folgender „Duselartikel“: http://de.wikipedia.org/wiki/Bayern-Dusel

Wenn der Duselvorwurf nun bedeutet, dass wir etwas mehr von diesem darin beschriebenen Selbstbewusstsein annehmen, dann empfinde ich das sogar als Form der Anerkennung und Zeichen des Fortschritts in unserem Team und halte es mit dem bekannten Sprichwort: „Glück hat nur der Tüchtige!“

Und dass unser Glubb in dieser Saison tüchtig ist, das hat er bisher allen gezeigt!

 

In diesem Sinne:

Iech bin a Glubberer, mei Herz hängd an ihm droh...

 

 

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Die neue Saison naht (Teil 3)

Und auf geht’s zum letzten Teil meiner „Glubbvorsaisontrilogie“.

Was diesen unseren Verein auszeichnet sind seine Fans. Egal, wie schlecht oder wo der „Ruhmreiche“ schon gespielt hat, die Fans strömen ins Stadion. Eine gewisse Leidensfähigkeit scheint uns wohl allen angeboren zu sein.

Was man da allerdings manchmal in unserem schönen Frankenstadion miterleben muss, lässt einen aber dann schon an dem Verstand mancher Besucher zweifeln.

Bei uns werden bestimmte Spieler der eigenen Mannschaft ausgepfiffen! Und das beim Vorlesen der Mannschaftsaufstellung oder bei der Einwechslung. Ich stelle mir gerade vor, ich komme ins Büro, links und rechts von meinem Schreibtisch ist eine vollbesetzte Tribüne, die schreit und pfeift. Na, damit bin ich ja schon mal richtig positiv gestimmt und bringe mal gleich meine beste Leistung!

Leute, das geht nicht! Natürlich zahlen wir alle nicht gerade wenig Geld für so ein Spiel, aber wir wollen doch eine im Rahmen ihrer Verhältnisse erfolgreiche Mannschaft sehen und dieses Gepfeife halte ich für nicht leistungsfördernd. 

Pfiffe will ich nicht verdammen, aber wenn, dann bitte die ganze Mannschaft auspfeifen und dann bitte nicht bereits nach 10 Minuten. Zur Halbzeit oder kurz vor Spielende, wenn sie einen wirklich unmotivierten Dreck spielen ist das in Ordnung, aber einzelne an an den Pranger zu stellen, die oft auch nicht schlechter sind als so mancher Publikumsliebling, das ist unter aller Sau!

Wer meine Tweets auf Twitter mitverfolgt, der weiß, dass ich von Angelos Charisteas nichts halte und ihn persönlich zu dem Verein, der ihn uns abkaufen wird fahre, aber ich habe ihn nie (!) bei der Ein-oder Auswechslung oder während des Spiels ausgepfiffen.

Und noch was. Im Verein und im Umfeld werden die Ansprüche oft genug zu hoch angesetzt. Ich wiederhole mich damit zwar, aber man kann es nicht oft genug sagen: Aufgrund unserer finanziellen Situation haben wir eine Mannschaft, deren einziges Ziel sein wird, nicht abzusteigen. Abstiegskampf bedeutet leider oft alles andere als Fußballfeinkost. Fehler, Kampf und Krampf werden uns nur allzu oft begegnen. Da ist also ganz normal. Wer sich also beschwert, dass er 20, 30, 40 oder noch mehr Euro dafür ausgegeben hat, der hätte das vorher wissen müssen.

So emotional sich manche Fans in den oben genannten Punkten geben, so uninspiriert sind sie bei der Unterstützung der Mannschaft während des Spiels. Das ist manchmal an Eintönigkeit nicht zu unterbieten. Im Fernsehen hat das ein Kommentator einmal als die „Nürnberger Galeerengesänge“ bezeichnet. Leider hat er damit recht.

Ich erkenne es an und respektiere den Einsatz derjenigen, die tolle Choreografien machen, die eine komplette Halbzeit lang durchsingen, aber wenn dann in der zweiten Halbzeit ein oder zwei Lieder in einer gefühlten Endlosschleife kommen, dann ist das leider sehr gut gemeint aber nicht wirklich gut gemacht.

Die stimmungsmäßige positivste Ausnahme war das  Relegationsheimspiel. Der Schiedsrichter hat angepfiffen und ein wahres Anfeuerungsinferno ist auf uns alle hereingebrochen. Waaaaahnsinn! 

Nur, warum geht das nur in diesem einen Spiel? Wir haben doch noch 17 andere. O.K., wenn es gegen die Bayern geht, dann ist das ähnlich. Ich will nicht sagen, dass die Stimmung generell nicht da ist oder richtig schlecht wäre, ich weiß nur, dass es anders und besser geht. So wie gegen Augsburg eben.

Übrigens Bayern: Manchen Stadionbesuchern scheint offenbar eine Bayernniederlage irgendwo in einem anderen Stadion der Republik wichtiger zu sein als der Erfolg der eigenen Mannschaft. Da brandet dann ein größerer Jubel auf, wenn die Bayern zurückliegen, als über eine positive Aktion unserer Mannschaft. Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, werden dann auch noch Tore und Siege unserer direkten Konkurrenten im Abstiegskampf gegen die Bayern bejubelt. Dazu fällt mir nichts mehr ein. Wir können ruhig absteigen, Hauptsache Bayern hat verloren. 

Natürlich finde ich es schön,wenn nicht immer die selbe Mannschaft Meister wird und auch demzufolge auch mal verliert, aber wichtig ist doch erst mal nur hier und da auf unserem Platz!

Das alles mag sich in der so komprimierten Form zwar sehr heftig anhören, wie eingangs aber gesagt hat unser Glubb tolle Fans. Gerade, was wir alles schon in der Geschichte dieses Vereins miterlebt haben, ist es schon verwunderlich welchen Zuschauerzuspruch der Verein hat.

Ich möchte nur ein paar Punkte herausstellen, die mir schon seit längerem auf meinem großen „Glubbherzen“ liegen und hoffe, dass sich der eine oder andere Leser darüber Gedanken macht, auch wenn er meine Meinung nicht teilt.

Vielen Dank fürs Lesen!

Auch über Kommentare würde ich mich freuen, denn das zeigt mir dann, dass das was ich hier tue für Euch von Interesse ist.

 

In diesem Sinne!

Auf ein eine erfolgreiche Saison und wie schon Max Kerner gesungen hat:

„Des ganze Abstiegsgwaaf is mer worschd, wal nächsd Jahr steig mer widder aaf!“

 

 

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Die neue Saison naht (Teil 2)

Inzwischen bin ich wieder ausgeschlafen, also kann es weiter gehen.

Über die Transferpolitik wurde in den letzten Wochen in Zusammenhang mit dem Diekmeierabgang ja stark diskutiert. Was leider manche vergessen aber eben grundlegend ist, sind nun mal die Randbedingungen in denen sich ein Fußballverein bewegt. Bei unserem „Glubb“ ist das ja schon eine fast traditionelle Finanznot. Allein die Ursachen dafür könnten wahrscheinlich schon ein ganzes Buch füllen. Deswegen lasse ich das Thema auch aus. Tatsache ist, dass der Verein vor dem letzten Abstieg schuldenfrei war und dies wohl zum ersten Mal seit es den Profifußball in Deutschland gibt. Auf jeden Fall das erste Mal seitdem ich mich mit diesem so liebenswerten Verein beschäftige. Und das ist schon eine ziemlich lange Zeit! Nach dem Abstieg hat man sich entschieden auf vorhanden Spieler zu Erstligakonditionen zu setzen, um sich so den direkten Wiederaufstieg zu erkaufen. Das hat auch funktioniert, wobei gerade die etablierten Spieler nicht immer die Leistungsträger waren. Dem Verein hat das dann einige Millionen Minus eingebracht. Im Gespräch sind da fünf bis acht. Ich will das gar nicht kritisieren, denn was wäre die Alternative gewesen? Hätte man die Mannschaft komplett umbauen sollen und damit Kosten reduzieren? Was, wenn wir dann den Aufstieg nicht geschafft hätten? Dann hätte es natürlich jeder hinterher wieder besser gewusst. Hätte aber auch funktionieren können. Nur wird man das nie erfahren, das ist alles hypothetisch. Also Schluss mit dieser Diskussion.

Der Schuldenstand hat dann aber auch den Aufsichtsrat auf den Plan gerufen. Dieser hat dem Martin Bader dann die Auflage gemacht, Transferüberschüsse in Millionenhöhe zu erzielen, was dann ja bedeutet Spieler für mehr Geld zu verkaufen als einzukaufen. Dies kann man natürlich kritisieren. Eine andere Strategie wäre gewesen, zusätzlich zu investieren. Das birgt dann aber ein großes Risiko, wenn der sportliche Erfolg ausbleibt. Im Vergleich zu anderen Vereinen sind das zwar kleine Beträge über die wir hier reden, aber die Konkurrenz befindet sich oft auch in einer anderen Liquiditätssituation. Die laufenden Einnahmen aus Sponsoring oder Zuschauerbesuch sind wo anders also größer. Da kann man auch mal mit höheren Verbindlichkeiten leben. Deswegen denke ich, macht der Aufsichtsrat genau das was er tun soll: Er beaufsichtigt die Geschäftsführung und erteilt Weisungen. Ich habe diverse Lizenzierungsauflagen des DFB, Punktabzug und einen Abstieg in die dritte Liga miterlebt. Ich brauche das nicht mehr! Der Verein muss auf eine solide finanzielle Basis gestellt werden. Dazu wird der Sparkurs noch einige Jahre nötig sein.

Klar, dass dann Spieler verkauft werden, wenn ein anderer Verein etwas Geld auf den Tisch legt.Der meistdiskutierte Transfer war der von Dennis Diekmeier zum HSV. Egal wie viel wir nun für ihn bekommen haben, ob 2 oder 2, 5 Millionen, der Martin Bader muss eben Spieler verkaufen. Er hat den Auftrag vom Aufsichtsrat.
Warum nun Diekmeier und nicht einen anderen? Warum für „nur“ 2 -2,5 Millionen? Welche Spieler waren und sind für andere Vereine interessant und bringen Geld? Da wären Pinola, Bunjaku und Gündogan. Pino ist ein erfahrener Führungsspieler, einer der besten Linksverteidiger, liebenswerter Hitzkopf  und eine Integrationsfigur. Richtig, dass er gehalten wurde. Bunjaku der einzige, der den Titel Stürmer in der letzten Saison wirklich verdient hat. Gündogan ein riesiges Talent und einer der Offensivaktionen einleiten kann. Diekmeier ist auch ein großes Talent, aber von all den hier genannten derjenige, der wahrscheinlich am leichtesten zu ersetzen ist und deswegen sein Transfer die Mannschaft am wenigsten schwächt. Versteht mich nicht falsch, ich wollte den Dennis auch nicht hergeben, aber wir müssen leider verkaufen.
Ist Diekmeier verschleudert worden, oder arbeitet Bader gar für den HSV, wie man schon lesen konnte? In der Winterpause wurden ja 4,5 Millionen genannt, die Wolfsburg wohl bereit gewesen wäre zu bezahlen. Der Betrag stand dann ja auch bei transfermarkt.de. Wir alle wissen nicht,ob die Höhe stimmt. Genommen hätten wir das natürlich gerne. Hätten wir also im Winter schon verkaufen sollen? Ja, wenn uns einer garantiert hätte, dass wir nicht absteigen und der Preis wirklich den Tatsachen entsprochen hätte. Wahrscheinlich wäre der Martin Bader gevierteilt und am Flutlichtmast aufgeknüpft worden, wären wir abgestiegen und er hätte Diekmeier im Winter verkauft. Denn dann wäre es ja genau dieser Transfer gewesen, der dafür ursächlich war. Jetzt ist er natürlich der Verräter, weil es „nur“ 2,5 Millionen sind. Ist das zu wenig? Schwer zu sagen. Ich denke, der Martin Bader arbeitet schon für unseren „Glubb“ und  wird schon das Maximum herausholen. Als Vergleich kann man ja Arne Friedrich heranziehen. Der wurde für 2 Millionen von Hertha nach Wolfsburg verkauft. Also eine halbe Million weniger für einen WM-Teilnehmer, der ein gutes Turnier gespielt hat, aber eben auch schon 31 ist. So gesehen, dürfte sich der Diekmeier-Preis wohl im Rahmen bewegen. Und eines sei noch gesagt, eine gute Saison hat Dennis objektiv gesehen nicht gespielt. Es waren ein paar sehr gute Spiele dabei, aber auch einige schlechte. Nicht ungewöhnlich für einen jungen Spieler, aber auch preisbestimmend neben dem fraglos vorhandenen Talent.

Ansonsten werden auch gerne die Leihgeschäfte diskutiert. Auch diese sind Folge der finanziellen Situation. Ohne Zweifel haben uns Breno und Ottl letzte Saison die Klasse gesichert. Man hat also so die Möglichkeit an gute Spieler heranzukommen, denn 10 Millionen für einen Breno haben wir nicht und außerdem tun sich Spieler dieser Klasse nun mal schwer, fest zu Vereinen wie unserem „Rumreichen“ zu wechseln.Und diese beiden waren zunächst ja auch nur für die Rückrunde eingeplant.
Ich würde mir wünschen, wenn man junge Spieler ausleiht, diese dann aber schon für zwei Jahre zu verpflichten oder ein Vorkaufsrecht zu verhandeln. Sonst verlassen Spieler gerade dann den Verein, wenn sie sich etabliert haben. Stefan Reinartz ist das beste Beispiel.
Im Großen und Ganzen können wir von diese Leihen auch profitieren. Spieler, die bei den Bayern oder bei Leverkusen auf der Bank sitzen würden, können bei uns Spielpraxis sammeln, uns weiterhelfen und das finanzielle Risiko bleibt bei dem verleihenden Verein. Diese haben oft viel Geld für diese Jungs bezahlt. Geld, das wir nicht haben.

Das generelle Konzept, verstärkt auf die Jugend zu setzen, halte ich für unabdingbar. Jeder Verein, egal, wie er finanziell aufgestellt ist, benötigt eine solide Nachwuchsarbeit. Wir um so mehr, weil „wir haben ja kein Geld.“ Und so langsam zeigen sich auch die ersten Blüten. Junge Spieler wollen zu uns, weil sie sehen, dass sie hier eine Chance bekommen. Der Anteil der Leihgeschäfte wird im Lauf der Zeit sinken und damit können wir noch mehr Spielerwerte schaffen.

Ein paar Jahre werden wir so noch überstehen müssen, dann könnte das Konzept richtig aufgehen. Ein Abstieg wäre dem Ganzen natürlich nicht förderlich, kann aber nicht ausgeschlossen werden, denn auch diese Saison geht es einzig und allein um den Klassenerhalt.

Zumindest ist es bei uns immer spannend. In der einen oder anderen Weise!

In diesem Sinne!
Auf eine erfolgreiche Saison!

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Die neue Saison naht (Teil 1)

So, es sind nur noch wenige Tage bis die Bundesliga wieder losgeht. Die Biervorräte sind aufgefüllt, Semmeln, Nürnberger Bratwürste und Senf in mehr als ausreichender Menge vorhanden. Es kann also losgehen.

Vorher müssen aber noch ein paar Gedanken aus meinem Hirn heraus. Heute als erstes ein paar Worte zum Kader für die neue Saison:

Im Tor sind wir mit Schäfer gut besetzt. Da braucht man keine Worte zu verlieren.

Die Abwehr war in der letzten Saison ein Schwachpunkt. Wobei ich mit Abwehr nicht nur alleine die vier Zeitgenossen in der Viererkette meine. Abwehrverhalten ist Aufgabe des ganzen Teams. In der Innenverteidigung werden wohl Wolf und Nilsson die erste Wahl sein. Breno hat in der Rückrunde der Vorsaison in den paar wenigen Spielen, die er für uns spielen konnte der Innenverteidigung große Stabilität verliehen. Hoffentlich hat Nilsson ähnliche Qualitäten. In den Vorbereitungsspielen hat er aber offenbar schon seine Mühe gehabt, sich gegen Maroh und Wolf durchzusetzen. Letzterer muss sich übrigens deutlich steigern. Das, was wir im letzten Jahr von ihm gesehen haben, liegt unter seinen Möglichkeiten und war leider oft nicht gut genug für die Bundesliga. Maroh war zwar etwas besser, wenn man nach den kicker-Durchschnittsnoten geht, musste in der Vergangenheit häufiger und muss wahrscheinlich auch diese Saison Wolf Platz machen. Aber Maroh ist vergleichsweise jung, hat Potential, ein herausragendes Tackling. Er  muss sich im Kopfballspiel noch verbessern.  Mit dem Verkauf von Diekmeier nach Hamburg hat sich Juri Judt nun die rechte Verteidigerposition gesichert. Ich war bisher alles andere als ein Fan von ihm, aber zugegebenermaßen ist es auch schwer für einen vielseitigen Spieler wie ihn, der überall da eingesetzt wird, wo Not am Mann ist, dann auf Anhieb jeweils gute Leistungen zu zeigen. Zum Ende der Saison als er  Diekmeier ersetzen musste, hat er mir gut gefallen und ich habe Diekmeier nicht vermisst.

Im Mittelfeld war Ottl im letzten Halbjahr eine Verstärkung, mochte sich aber leider für diese Saison dann doch nicht für unseren „Glubb“ entscheiden. Er ist ja der Meinung, dass er sich bei den Bayern durchsetzen kann. Na ja, die Meinung hat er wohl exklusiv, aber wir leben ja in einem freien Land. Ich muss gestehen, ich kannte Timmy Simons bis zu seiner Verpflichtung nicht, aber auf dem Papier hört sich dieser Transfer sinnvoll an: Ein erfahrener Spieler mit internationaler Erfahrung. Der kann uns wirklich gut tun. Allerdings ist er relativ alt, er wird in vier Monaten 34. Diese Verpflichtung ist nun wirklich keine auf lange Sicht. Gündogan dürfte auch gesetzt sein. Dieser hat Potential ein ganz Großer zu werden. Das wird er mit Sicherheit nicht bei uns. Da wette ein paar selbstgebackene Käsekuchen, dass wir Ilkay nur noch diese eine Saison sehen dürfen, sollte er nicht in ein ganz tiefes Loch fallen oder sich verletzen. Es macht Spaß ihm zuzusehen und er ist für die Offensive ungeheuer wichtig, da er den so oft zitierten „tödlichen Pass“ spielen kann und auch selber den Abschluss sucht. Und jetzt wird’s dann interessant, wie Hecking wohl spielen lässt. Um die beiden oder drei anderen Mittelfeldpositionen werden sich wohl Frantz, Hegeler, Ekici und Mintal streiten. Frantz ist denke ich sicher, Mintal wohl nicht. So gern ich ihn habe, so groß seine Verdienste um den Verein sind, aber seine beste Zeit ist vorbei. Dennoch,  er gehört zu diesem Verein wie nur die wenigsten Spieler. Wegen mir kann er mit 73 Jahren noch einen Profivertrag bekommen und darf sich auf die Bank setzen.

Tja, und nun der Sturm, unser größtes Sorgenkind. Ihr wisst ja nicht, wie sehr ich hoffe, mich mit dieser Aussage zu täuschen. Zur Entschuldigung muss man sagen, dass die Stürmer natürlich von den Offensivaktionen der restlichen Mannschaft leben. Und wenn ein Diekmeier zwar wie der Blitz mit dem Ball nach vorne gerannt ist, diesen dann aber gefühlte 100 Meter hinter und 250 Meter über das Tor geflankt hat, dann tut man sich richtig schwer die Schuld bei den Stürmern zu suchen. Bei diesen dürfte Bunjaku anfangs sicher dabei sein. Er hat allerdings in den letzten zwei Jahren einen riesigen Sprung hinein in die erste Liga gemacht, 12 Tore sind eine Ansage gewesen, aber zum Schluss ist es dann nicht mehr so gelaufen. Seine guten Leistungen muss er erst einmal betätigen. Den Platz in der Mitte wird Schieber erhalten. Wenn er wie Choupo-Moting, der ein schlampiges Genie ist, fünf Tore macht, können wir zufrieden sein, mehr nehmen wir natürlich gerne. Aber auch er ist jung, wie so viele andere im Kader. Leistungsschwankungen sind da immer drin.

Ansonsten bin ich wohl einer der wenigen, der Eigler nicht so schlecht findet, wie er leider oft und vor allem von den eigenen Fans gemacht wird. Er ist ein solider Stürmer, der mannschaftsdienlich spielt, aber er ist natürlich kein Weltklassespieler. Leider lässt er zu viele Chancen liegen. Möglicherweise wird ja auch der eine oder andere unserer ach so tollen Fans merken, dass es nicht leistungsfördernd ist, eigene Spieler während des Spiels oder sogar bei der Einwechslung auszupfeifen. Zu diesem Thema aber in einem der nächsten Blogbeiträge mehr.

Fazit

Verschlechtert haben wir uns nicht. Die Abgänge, die Substanzverlust (Diekmeier, Breno, Ottl, zum Teil Choupo-Moting) bedeuten wurden adäquat ersetzt (Judt, Nilsson, Simons, Schieber). Aus den vielen jungen Talenten aus der zweiten Reihe wird sich möglicherweise der eine oder andere in den Vordergrund spielen können: Wollscheid in der Abwehr, Ekici im Mittelfeld haben schon in der Vorbereitung auf sich aufmerksam gemacht. Im  Sturm bin ich gespannt, ob Mak wirklich so schnell ist, wie man hört und sehr neugierig bin ich auf Okotie, wenn dieser seinen Trainingsrückstand aufgeholt hat.

Allerdings, auch wenn meine Einschätzung, dass wir uns nicht verschlechtert haben zutrifft, 31 Punkte für Platz 16 bzw. 33 für den 15. reichen in den wenigsten Fällen zum Klassenerhalt. Das bedeutet also: Wir müssen schon besser sein als letzte Saison! Der Spielplan in den ersten Spieltagen macht uns das mit drei Auswärtsspielen, davon zwei bei Leverkusen und beim HSV, bei denen wir so gut wie nie auch nur einen Punkt holen nun nicht gerade einfach. Wenn es blöd läuft, verlieren wir den Auftakt in Gladbach. Gegen Freiburg zu Hause sollten wir gewinnen, aber wehe das geht schief, dann stehen wir nach vier Spieltagen bei einem oder keinem Punkt und dann wird das Geschrei im Umfeld wieder losgehen. Aber hoffen wir mal das Beste. In jedem Fall spielen wir erste Liga. Dafür werden wir wo anders beneidet. Fragt mal in Berlin nach!

In den nächsten Tagen gibt’s dann noch ein paar Ausführungen zu den Themen Transferpolitik und Fans sowie Vereinsumfeld.

Vielen Dank fürs Lesen!

In diesem Sinne: Iech bin a Glubberer und wärs immer bleim!

 

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Ich schwelge in Erinnerungen...

Habe gerade nix besseres zu tun und schwelge in Erinnerungen.

Für die lediglich Interessierten aber noch nicht dem Glubb verfallenen unter Euch:
Es ist der 05.12.2007, der Glubb spielt gegen den AZ Alkmaar im UEFA-Cup, zumindest hieß der damals noch so.
Trainer der Gäste ist ein gewisser Louis van Gaal. Was wohl aus dem geworden ist?

Wir befinden uns in der 83.Minute, es steht 0:1.
Und nun hört den fränkischen Radiokommentatorengott Mathias Zeck:

Und dann:

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Posted May 18, 2010

Death by tray it shall be!

Schon oft gesehen, aber immer wieder gut:

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Posted May 14, 2010